Kilian Jörg

Im Rahmen von Stoffwechsel – Ökologien der Zusammenarbeit befasst Kilian Jörg sich mit der Resilienz des Modernismus: der inneren Verfasstheit und dem scheinbar nicht enden wollenden Faszinosum des majoritären Ordnungungsschemas der europäischen Neuzeit. Obwohl die ökologischen, wie sozialen, politischen und gender-hegemonialen Auswirkungen seit lange bekannt sind, kommen wir scheinbar nicht los von dieser rasenden Fortschrittsmaschine – sie breitet sich weiter über einen Globus aus, den uns unsere Berechnungen schon als zwei bis dreimal verbraucht anzeigen. Kilian Jörg versucht diesem Hangover im permanenten Backlash und Standstill am eigenen Körper sensuell nachzufühlen – den Dreck der Maschine mit Freude einzuatmen, um dem ressentimentgetriebenen Verharren zu entkommen.        

KILIAN JÖRG arbeitet an den multimedialen Schnittstellen zwischen Philosophie und Kunst. Hierfür bedient er sich des Ausdrucks von Text genauso wie von Installation, Performance und Musik. Er arbeitet als DJ, ist Gründer des Kollektivs philosophy unbound und ist in Wien, Berlin und Brüssel tätig. Sein Hauptforschungsgebiet ist jenes der ökologischen Epistemologie.